Sozialrechtliche Infos zum Kinderfreizeitbonus

Marc Tollas / pixelio.de

Der sozialleistungsrechtliche Dschungel ist auch diesmal wieder schier undurchdringlich.

Die Coronakrise verlangt von Kindern und Eltern viel ab. Mit dem Kinderfreizeitbonus in Höhe von 100 Euro je Kind sollen Familien unterstützt werden, die wenig finanziellen Spielraum haben und die teils harte Einschränkungen während der Corona-Pandemie hinnehmen mussten.

Jedoch liegt der Teufel im Detail: Nach § 71 (2) SGB II erhalten die minderjährigen Kinder und Jugendliche, die selbst Sozialgeld- oder ALG –II- Leistungen beziehen den Kinderbonus automatisch von der Familienkasse. Kinder jedoch, die zwar in einem Haushalt leben, in dem andere SGB II-Leistungen erhalten, sie selbst aber ihren anerkannten Bedarf durch eigenes Einkommen wie Kindergeld und Unterhalt decken, erhalten diesen Kinderbonus nicht.

Hier kann ein Antrag auf Kinderwohngeld u. U. hilfreich sein. Denn bereits 1,- € Kinderwohngeld berechtigt wieder zu diesem Kinderfreizeitbonus, der dann insbesondere für Ferien-, Sport- und Freizeitaktivitäten eingesetzt werden. Der Antrag muss jedoch noch im August gestellt werden.

Mehr Infos unter: https://www.sozialrecht-justament.de/

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