2020 – 7 Wochen Ideen für die Nachhaltigkeit

Klimaschutz geht alle an
Arm und Reich gemeinsam für die Umwelt

Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

So viel Du brauchst…
(1. Mose 2,15))

Thorben Wengert / pixelio.de

In der Diskussion um nachhaltiges Wirtschaften und Umweltschutz wird immer wieder darauf hingewiesen, dass manche umweltverträglichen Verhaltensweisen und / oder Anschaffungen für Menschen mit wenig Einkommen unerschwinglich sind (z. B. die Anschaffung eines Elektroautos).

Dabei sind gerade viele Verhaltensweisen von reichen Menschen besonders umweltschädlich: Flugreisen, viele neue Kleider, … Konsumverzicht, egal ob selbstgewählt oder erzwungen, ist wirksamer Umweltschutz. Deshalb sollten hier die Reichen von den Armen lernen. Gleichzeitig sollen Wohlhabende auch angeregt werden, sich solidarisch gegenüber denen zu verhalten, die nicht so viel haben, und mit ihnen zu teilen.

Wir freuen uns, dass dieses Jahr die Fastenaktion der Evangelischen Landeskirche auch das Thema Umwelt- und Klimaschutz hat: www.klimafasten.de/wochenthemen

Da Umweltschutz auch Bewahren der Schöpfung ist, haben wir für unsere Fastenaktion diesen Bibelspruch als Leitthema gewählt:

Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Mose 2,15

Weil Gott jeden Menschen liebt, wollen wir den „Mund für die Stummen“ auftun. (Sprüche 31,8) und zum Sozialrechts­dschungel informieren. Folgende Problemlagen prägen derzeit besonders die materielle Not vieler Familien im Hartz IV-Bezug und bei Altersarmut:

  • Fehlender bezahlbarer Wohnraum: Das Wohngeldgesetz hat zwar zum 01.01.2020 die Mietobergrenzen nach oben hin angepasst. Aber die Realität auf dem Wohnungsmarkt bleibt weiterhin für Wohnungssuchende bis aufs äußerste angespannt.
  • Viele erwerbstätige Menschen verdienen so wenig Geld, dass sie aufstockend Hartz IV-Leistungen vom Jobcenter in Anspruch nehmen müssen.
  • Der Hartz IV-Regelsatz beinhaltet viele Dinge des täglichen Lebens nicht, wie z. B.: Zimmerpflanzen, Gartenpflege, Weihnachtsbaum, Taschen, Regenschirme, Adventsschmuck, Speiseeis im Sommer, Nicht in der Krankenversicherung erstattungsfähige Gesundheitskosten, Malstifte für Kinder in der Freizeit, Kleidung für Familienfeste. (siehe www.diakonie-wuerttemberg.de/themen/armut/)
  • Die Kosten der Unterkunft sind in der Grundsicherung gedeckelt. Dadurch müssen oftmals Teile der Miete und der Nebenkosten aus den Regelsätzen bestritten werden. Die daraus entstehenden Existenzängste rauben den Betroffenen viel Kraft, die zur Bewältigung der schwierigen Lebensbedingungen notwendig wären und verursachen teils Depressionen und Angsterkrankungen.
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