Fastenbrief 3

Welches Einkommen muss bei Kinderzuschlag angerechnet werden?

Der Kinderzuschlag wird für die Kindergewährt, deren Eltern durch ihr Erwerbseinkommen zwar ihren eigenen Bedarf, aber nicht den der Kinder decken können.

Voraussetzung für den Antrag auf Kinderzuschlag ist grundsätzlich der Bezug von Kindergeld sowie ein Mindesteinkommen ich Höhe von 900 Euro für Paare und 600 Euro für Alleinerziehende. Die Höchsteinkommensgrenze muss anhand der persönlichen Bedarfe und der Wohnkosten individuell berechnet werden.

Vom Erwerbseinkommen abzuziehen sind neben Steuern und Sozialversicherungen auch Riester-Renten-Beiträge, sowie Werbungskosten und auch Unterhaltszahlungen an Kinder, die nicht im eigenen Haushalt leben.
Kindergeld und Wohngeld, sowie manch andere zweckgebundene Sozialleistungen werden beim Kinderzuschlag nicht als Einkommen angerechnet.

Dafür wird aber als Einkommen eines Kindes die Unterhaltszahlung eines nicht im Haushalt lebenden Unterhaltsverpflichteten angerechnet.

Kinderzuschlag und Hartz IV-Leistungen schließen sich gegenseitig aus.

Leider passiert es immer wieder, dass durch die Berechnungsvorschriften immer wieder Familien für einzelne Monate Anspruch auf Kinderzuschlag haben und dann wieder einzelne Monate nicht. Auf diese Weise entstehen immer wieder Rückzahlungsforderungen an kinderzuschlagberechtigte Familien, die für diese Familien große existenzielle Belastungen darstellen.

Außerdem ist die Beantragung sehr aufwendig. Aus diesen Gründen verzichten viele Familien auf die ihnen  zustehenden Leistungen.

Dennoch lohnt es sich für viele Familien, den Kinderzuschlag zu beantragen.

Die Diakonische Bezirksstelle hilft gerne allen Eltern bei der Beantragung des Kinderzuschlags: 07134-17767.

Share