2018 – 7 Wochen gegen Kinderarmut

Gott sagt:
Ein Fasten, das mir gefällt, sieht (so) aus:
… Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose bei euch auf, und wenn ihr einem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider! Helft, wo ihr könnt, und verschließt eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen!
Jesaja 58, 6 + 7 (Übersetzung Hoffnung für alle)

Unser tägliches Brot gib uns heute…
(Matthäusevangelium 6, 11)

Alexandra H. / pixelio.de

Der Jesajatext macht deutlich:
Fasten bedeutet, die Augen vor den Nöten seiner Mitmenschen nicht zu verschließen und zu helfen, wo man kann. Darum lädt dieses Jahr der Evangelische Kirchenbezirk Weinsberg durch seine Fastenaktion dazu ein, mit offenen Augen, offenen Ohren und offenen Herzen andere Menschen und insbesondere die Situation von Kindern wahrzunehmen.

Was bedeutet es für Eltern und Kinder, wenn sie auf ALG II angewiesen sind? Wofür reicht das Geld und was wird im ALG II – Regelsatz und der Berechnung der Kosten der Unterkunft (bewusst) nicht berücksichtigt?

Im Katechismus nach Luther ist beschrieben, was zum täglichen Brot alles gehört: „Was heißt denn tägliches Brot?

Alles was not tut für Leib und Leben, wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen, fromme und treue Oberleute, gute Regierung, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freund, getreue Nachbarn, und dergleichen.“

„Gott gibt das tägliche Brot zwar auch ohne unsere Bitte allen bösen Leuten; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er´s uns erkennen lasse und wir mit Danksagung empfangen unser tägliches Brot.“

Wir wollen uns von Gott ermutigen lassen und uns von seiner Liebe einladen lassen.

Die Diakonische Bezirksstelle wird auch dieses Jahr wieder Veranstaltungen im Rahmen der Fastenaktion gestalten.

Wie jedes Jahr, werden Informationen rund um Hartz IV gegeben, diesmal mit dem Schwerpunktthema Kinderarmut.

Auch für Kinder hat die problematische Situation des Wohnungsmarktes negative Auswirkungen:

  • Fehlender bezahlbarer Wohnraum bereitet den Eltern große Existenzängste und raubt ihnen die Kraft, die sie für die Erziehung ihrer Kinder benötigten.
  • Kosten der Unterkunft sind im ALG II gedeckelt. Dadurch müssen oftmals Teile der Miete und der Nebenkosten aus den Regelsätzen der Kinder bestritten werden.
  • Wenn der Strom oder die Heizung abgestellt wird, leiden die Kinder mit.

Zudem reicht der Regelsatz oft nicht für die tatsächlichen Bedürfnisse der Kinder aus. Dies hat auf ihre Entwicklung und Teilhabechancen negative Auswirkungen.

Darum wird die Diakonische Bezirksstelle während der Fastenaktion hierzu informieren.

Weil Gott jeden Menschen liebt, wollen wir den „Mund für die Stummen“ auftun. (Sprüche 31,8)

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