5. Fastenbrief – Leistungen und Lücken im SGB V (Krankenversicherungsgesetz)

Nur wenige Länder auf der Erde haben ein solch umfassendes Krankenversicherungsgesetz wie die Bundesrepublik Deutschland. Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte bei akuten Erkrankungen werden ohne große Mühen von Seiten des Patienten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sofern die Versicherungsbeiträge regelmäßig eingezahlt werden.

Mutter-(Vater-)Kind-Kuren sind seit 2007 und Kuren für pflegende Angehörige seit 2013 Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Es gibt aber leider auch Menschen, die ihre Krankenversicherungsbeiträge zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung nicht mehr aufbringen können. Die Folge ist, dass sie nicht mehr ausreichenden Zugang zur ärztlichen Versorgung haben. Erkrankungen verschlimmern sich und werden chronisch. Nicht nur obdachlose Menschen sind hiervon betroffen. Immer häufiger können auch Selbständige ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr aufbringen.

Darüber hinaus gibt es einige Leistungen, die hohe Zuzahlungen erforderlich machen. Dies gilt insbesondere für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie Zahnfüllungen und Zahnersatz.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Neuerungen im SGB V – manche führten zu Verbesserungen, manche zu Verschlechterungen. Darum ist es wichtig, dass wir Bürgerinnen und Bürger uns gegenüber unseren Mandatsträgern im Landtag und Bundestag zu Wort melden und unsere Bedürfnisse und Sicht der Dinge deutlich machen.

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