4. Fastenbrief – Das Bildungs- und Teilhabebudget (BuT)

Seit 2011 gibt es Bildungs- und Teilhabeleistungen für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. Hierzu gehören nicht nur ALG II-Empfänger, sondern auch Wohngeldempfänger.

Ziel dieser Leistungen ist, dass den Kindern durch Bildung und Gemeinschaft mit anderen Kindern in unserer Gesellschaft Zukunftschancen eröffnet werden. Dieses Ziel ist sehr gut und deshalb lohnt es sich – trotz bürokratischer Hindernisse – dieses Unterstützungsangebot anzunehmen.

Es ist nicht ehrenrührig, solch einen Antrag ans Jobcenter oder das Landratsamt zu stellen, sondern es ist vielmehr eine Pflicht, den Kindern die Chancen, die unsere Gesellschaft bereit hält auch zu sichern.

Wichtig ist, dass diese Leistungen von den Leistungsberechtigten konsequent eingefordert werden und die tatsächliche Höhe des Bedarfs konkret und detailliert dargelegt wird. Auch wenn die Richtlinien für das Bildungs- und Teilhabebudget nur 10,- € monatlich, also 120,- € im Jahr für Musikunterricht, Freizeiten und Teilnahme am Vereinssport zusammen vorsieht, haben Leistungsberechtigte vor dem Sozialgericht bereits deutlich höhere Leistungen erstritten. Wenn der Sohn oder die Tochter z. B. Musikunterricht nehmen möchte, dann fallen deutlich höhere Kosten an.

Eltern, die den Kampf mit der Bürokratie aufnehmen, um  Kindern die Chancen zu sichern, die die Gesellschaft bieten möchte, verdienen Respekt.

Die Diakonische Bezirksstelle Weinsberg unterstützt gerne bei der Antragsstellung.

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