2. Fastenbrief – Aufstockende Leistungen für Rentnerinnen und Rentner

Viele Rentnerinnen und Rentner haben eine so geringe Rente, dass sie davon den teuren Wohnraum und die laufenden Lebenshaltungskosten davon nicht vollständig bestreiten können.

Die Gründe für eine solch geringe Rente sind sehr unterschiedlich. Wenn zum Beispiel eine Mutter nicht (lange) erwerbstätig war, weil sie sich um ihre Kinder kümmerte, dann hat sie nach unserem derzeitigen Rentenrecht keine hohen Einzahlungen in die Rentenkasse zu verbuchen, obwohl sie viel zur Aufrechterhaltung unseres Rentensystems beigetragen hat.

Genauso geht es Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, jedoch in einem Berufsfeld, in denen nur geringe Löhne und Gehälter gezahlt werden.

Ähnlich verhält es sich, wenn Menschen wegen Krankheit und Behinderung vorzeitig eine Erwerbsminderungsrente beantragen müssen. Sie haben nur wenige Beiträge in die Rentenkasse einzahlen können, und dementsprechend ist ihre Rente oftmals sehr gering.

Nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII haben ältere und dauerhaft voll erwerbsgeminderte Menschen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei voller Erwerbsminderung, sofern sie ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht ausreichend durch eigenes Einkommen sichern können.

Diese (aufstockende) Grundsicherung berechnet sich fast genau gleich wie das ALG II. Wir Mitarbeiterinnen beraten und unterstützen gerne bei der Antragsstellung und beim Prüfen, ob der Bescheid richtig berechnet wurde.

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