Informationen zu Hartz IV – 2016

Die vom Staat vorgegebene Grundsicherung unterteilt sich in „Kosten der Unterkunft“ (einschließlich Heizung) und den „Regelsatz“.

Regelsätze 2016:

Haushaltsvorstand oder alleinstehende Person (100 %)

404,- €

Zusammenlebende Ehegatten oder Lebenspartner je (90%)

364,- €

Haushaltsangehörige ab 18 Jahren

324,- €

Jugendliche 14 – 17 Jahre

306,- €

Kinder zwischen 6 und 13 Jahren

270,- €

Kinder unter 6 Jahre

237,- €

Aus diesen Regelsätzen müssen neben Nahrung und Kleidung auch Haushaltsenergie (Strom), Wohnungsinstandhaltungskosten, Gesundheitspflege, Fahrtkosten, Rücklagen für Haushaltsgeräte sowie alle Kosten für soziale Kontakte und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft bestritten werden.

Die Kosten der Unterkunft müssen nach § 22 Abs. 1 SGB II in der tatsächlichen und angemessenen Höhe vom Jobcenter übernommen werden. Leider ist die Angemessenheit nicht eindeutig definiert, darum hat das Jobcenter die Kosten der Unterkunft auf die Obergrenzen nach dem Wohngeldgesetz begrenzt. Das bedeutet, dass eben nicht immer die tatsächlichen Kosten der Unterkunft übernommen werden. Hartz IV-Empfänger (auch die Erwerbstätigen) müssen oft aus ihrem Regelsatz zusätzlich noch Kosten der Unterkunft aufbringen. Dies bedeutet für viele Haushalte eine deutliche Überforderung und treibt viele Bedarfsgemeinschaften in eine Überschuldungssituation.

Zusätzlich zu den finanziellen Schwierigkeiten müssen diese Menschen dann auch noch Abwertung von der Gesellschaft erleben: Sie werden verurteilt als Menschen, die nicht mit Geld umgehen könnten. Ihre Einschränkungen, ihr beständiger Verzicht auf Annehmlichkeiten und ihre ständige Existenzangst werden dabei völlig ignoriert.

Mietobergrenzen ab 2016 im Landkreis Heilbronn (Kaltmiete):

Mietstufe II Mietstufe III
1 Person 351,- € 390,- €
2 Personen 425,- € 473,- €
3 Personen 506,- € 563,- €
4 Personen 591,- € 656,- €
5 Personen 675,- € 841,- €

Es ist zu hoffen, dass die Erhöhung des Wohngelds Menschen mit geringem Einkommen finanziell entlastet. Inwieweit dies gelingen wird, bleibt abzuwarten, denn der Wohnungsmarkt im Bereich der preiswerten Wohnungen ist so umkämpft, wie seit 60 Jahren nicht mehr.

Der soziale Wohnbau muss wieder einen gewichtigen Stellenwert erhalten.

 

 

 

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