7. Fastenbrief für die 16. Kalenderwoche

Inklusion, biblisch betrachtet.

Auch wenn der Begriff Inklusion in der Bibel nicht vorkommt, ist Inklusion und Teilhabe doch ein ureigenes biblisches Anliegen. In den vier Evangelien gibt es viele Geschichten, in denen Jesus ausgegrenzten Menschen in den unterschiedlichsten Situationen begegnet. Egal ob es sich um Aussätzige, Zöllner oder Prostituierte handelt, Jesus begegnet jedem Menschen mit Respekt und Interesse.

Sicherlich, er ist nicht mit allen Handlungsweisen einverstanden. So ist es für ihn nicht in Ordnung, wenn ein Mensch betrügt, die Ehe bricht oder andere Menschen in Gefahr bringt. Aber er kümmert sich um die Menschen, die auf seine Hilfe angewiesen sind und die in der Gesellschaft verachtet werden.

Jesus setzt hier neue Maßstäbe. Er bietet jedem Menschen seine Gemeinschaft an und wir stellen fest, dass dieses Angebot angenommen wird und auch Menschen verändert. Der Zöllner Zachäus will nicht mehr betrügen und seinen Besitz mit den Armen teilen. Aussätzige werden gesund und eine Ehebrecherin, mit der Jesus am Jakobsbrunnen ins Gespräch kam, erkennt, dass Jesus der von Gott versprochene Retter ist und ihr Leben heil machen kann.

Wo Menschen sich an Jesus ein Vorbild nehmen und sich gegenseitig Gemeinschaft anbieten, da ist Gottes Reich bereits mitten unter uns (vergl. Lukas 17,21).

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