5. Fastenbrief für die 14. Kalenderwoche

Inklusion und Teilhabe von Menschen mit geringem Einkommen

Inklusion bedeutet, dass ein Mensch von der Gesellschaft akzeptiert wird, so wie er ist. Teilhabe meint, dass man bei gesellschaftlichen Prozessen, die einen selbst betreffen, mitwirken kann.

Was kostet es, zur Gesellschaft dazuzugehören und sich zu beteiligen?

Mitbestimmung und bürgerschaftliches Engagement sind in unserem Land eigentlich kostenlos. Dennoch erfordert die Teilhabe auch Selbstbewusstsein und den Glauben, dass sich das Mitmachen lohnt und dass man dabei Freunde gewinnen kann. Und manchmal auch Mut, für die eigenen Interessen einzustehen.

Wer arm ist, hat aber häufig gelernt, sich für seine Armut zu schämen, denn immer wieder muss er hören, dass er an seiner Lage selber schuld sei. Darum ist es wichtig, dass wir uns hier an den Wertmaßstäben Christi orientieren, bei dem Arme und Reiche gleichermaßen wertgeschätzt sind.

Ich würde mich sehr freuen, wenn viele Menschen – ob arm oder reich – bei den verschiedenen kostenlosen Angeboten der Kirchengemeinden und der Diakonischen Bezirksstelle mitmachen würden. Denn auf diese Weise kommen wir miteinander ins Gespräch und können Gemeinschaft erleben.

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