2. Fastenbrief für die 11. Kalenderwoche

Inklusion im Alltag

In unserem demokratischen Staat Deutschland sind wir uns alle einig: Die Würde des Menschen ist unantastbar (Artikel 1 des Grundgesetzes), zumindest ist dies gesetzlich verbürgt. Dennoch erleben sich manche Menschen in manchen Situationen als ausgegrenzt und herabgewürdigt: Wenn zum Beispiel

  • Rollstuhlfahrer feststellen müssen, dass ein Raum nur über Treppen erreichbar ist,
  • Kinder aus armen Familien sich keinen Musikunterricht leisten können – trotz viel gepriesenem Bildungspaket,
  • alte Menschen nicht mehr selbst über ihr Leben entscheiden dürfen, weil die Angehörigen ihnen das nicht mehr zutrauen,
  • Menschen mit anderer Hautfarbe misstrauisch beäugt werden,
  • arbeitslose Menschen als faul abgestempelt werden,

dann fühlen sich die Betroffenen ausgegrenzt und auch herabgewürdigt.

Menschen benötigen menschliche Nähe und Kommunikation genauso wie Nahrung und Schlaf. Wer ausgegrenzt wird, der leidet und läuft Gefahr, seelisch und auch körperlich zu erkranken.

Gerade im Alltag ist es wichtig, dass wir nicht achtlos oder gar respektlos miteinander umgehen, sondern dass wir uns gegenseitig Gemeinschaft anbieten und annehmen. Auf diese Weise entsteht ohne finanzielle Kosten ein gesellschaftliches Klima der Mitmenschlichkeit.

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