Informationen zu Hartz IV

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Dieser erste Artikel des Grundgesetzes garantiert jedem Menschen, der in Deutschland lebt die Menschenwürde. Alles staatliche Handeln soll sich an diesem Grundsatz ausrichten.
Zur Würde gehört auch menschenwürdiges Wohnen, Sicherung der Existenz, Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie Bildung.

Die vom Staat vorgegebene Grundsicherung unterteilt sich in „Kosten der Unterkunft“ (einschließlich Heizung) und den „Regelsatz“.

  Monatlicher Regelsatz
Haushaltsvorstand oder allein stehende Person: 382,- €
Zusammenlebende Ehegatten oder Lebenspartner, je 345,- €
Haushaltsangehörige ab 18 Jahren 306,- €
Jugendliche 14 – 17 Jahre 289,- €
Kinder ab 7 Jahre bis Vollendung des 14. Lebensjahrs 255,- €
Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres 224,- €

Aus diesen Regelsätzen müssen neben Nahrung und Kleidung auch Haushaltsenergie (Strom), Wohnungsinstandhaltungskosten, Gesundheitspflege, Fahrtkosten, Rücklagen für Haushaltsgeräte sowie alle Kosten für soziale Kontakte (z. B. das Geburtstagsgeschenk für einen Klassenkameraden der Kinder) bestritten werden.

Im Folgenden haben wir eine Liste am Beispiel eines Erwachsenen erstellt, die die prozentualen Anteile von Leistungen die im Regelsatz enthalten sind ausführt. (Monats- und Wochenbetrag)

Von der Regelleistung erfasster Bedarf

Anteil in Prozent

(gerundet)

Betrag Erwachsener /Monat €

Betrag Erwachsener /Woche €

Betrag

Erwachsener /Tag

Nahrung/ Getränke

37

141,34

35,34

4,71

Bekleidung Schuhe

10

38,20

9,55

1,27

Wohnung/Strom

8

30,56

7,64

1,02

Möbel, Apparate Haushaltsgeräte

8

30,56

7,64

1,02

Gesundheitspflege

4

15,28

3,82

0,51

Verkehr

5

19,10

4,78

0,64

Telefon/Internet

9

34,38

8.60

1,15

Freizeit/Kultur

11

42,02

10,51

1,40

Beherbergung/

Gaststätten

3

11,46

2,87

0,38

Sonstige Waren und Dienstleistungen

8

30,56

7,64

1,02

Summe

103%

393,46

98,39

 

In unserer Region ist preiswerter Wohnraum sehr knapp. Daher finden Menschen mit geringem Einkommen häufig keinen Wohnraum, der unterhalb der sogenannten Mietobergrenzen liegt, die vom Jobcenter oder dem Landratsamt festgelegt wurden.

Dies bedeutet, dass manche (Teil-)Familien über einen längeren Zeitraum hinweg über keine eigene Wohnung mehr verfügen, und sie bei Bekannten oder Verwandten „unterschlüpfen“. Sie leben nicht auf der Straße (sind nicht obdachlos), daher wird diese große Not in der Öffentlichkeit auch nicht wahrgenommen.

 

Share