Aus der Arbeit der Diakonischen Bezirksstelle Weinsberg

sokaeiko / pixelio.de

Der 25. November wird weltweit als  der „Internationale Tag gegen Gewalt anFrauen“ begangen.

Immer wieder kommen Frauen – oftmals Mutter von einem oder mehreren Kindern – zu uns in die Diakonische Bezirksstelle. Verzweifelt suchen sie nach einer für sie bezahlbaren Wohnung. Sie erzählen, wie sie sich vor ihrem Mann, der auch oftmals auch der Vater ihrer Kinder ist,  fürchten. Um nicht geschlagen zu werden, lassen sie sich schikanieren und demütigen – oftmals auch im Beisein ihrer Kinder.

Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen. Für Frauen ist das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher als von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Die eigene Wohnung ist der häufigste Tatort für Frauen, die sexualisierte Gewalt erleben mussten.

Ich kann den von Gewalt betroffenen Frauen zwar Verständnis entgegenbringen, sie an spezialisierte Beratungsstellen weiter vermitteln, zum Thema Platzverweis informieren und sie in sozialrechtlichen Fragen beraten und emotional sowie praktisch unterstützen – eine Wohnung habe ich jedoch nicht für sie, dass sie zeitnah aus der Gewaltsituation entkommen können. Dies wäre aber häufig die wirksamste Hilfe, um aus der Gewalt heraus zu helfen.

Damit Frauen – und Kinder – nicht dieser Gewalt ausgesetzt bleiben müssen, kann jeder Bürger und jede Bürgerin etwas tun: Sprechen Sie Ihre Gemeinderäte und Kreisräte vor Ort auf dieses Problem an und machen Sie deutlich, dass gerade auch Kommunen mit ihren gewählten Räten Verantwortung tragen, dass Sozialer Wohnungsbau wieder einen hohen Stellenwert erhält.

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