Schule hat begonnen….

Albrecht E. Arnold / pixelio.de

Endlich bin ich ein Schulkind! Viele Kinder freuen sich auf den neuen Lebensabschnitt. Damit die Angebote der Schule für seine geistige und soziale Entwicklung unterstützend wirken, ist es nötig, dass sich das Kind in der Schulgemeinschaft wohl fühlt.

Dies ist nicht selbstverständlich. Denn manche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wirken ausgrenzend und erschweren dem Kind, seinen  Platz in der neuen gesellschaftlichen Gruppe zu finden und sich angemessen zu behaupten. Wer sich ausgegrenzt fühlt, dem fällt es schwerer, eine Erfolgszuversicht und Freude am Lernen zu entwickeln.

In unserer Gesellschaft sind hierfür oftmals auch materielle Ressourcen ausschlaggebend: Gerade außerschulische Lehr- und Lernmittel wie Bastelmaterial, Lernspiele, Lernhefte oder Freizeitunternehmungen mit Bildungscharakter sind im ALG II nur mit 53 Cent pro Monat für ein Schulkind vorgesehen,  Auch für sinnvolle Anschaffungen ist nicht ausreichend gesorgt. So kommt es, dass mittlerweile fast ein Fünftel der Viertklässler durch die Fahrradprüfung fallen. Denn selbst ein gebrauchtes Kinderfahrrad, ist im Hartz IV-Bezug fast unerschwinglich.

Kinderarmut ist in der Regel eigentlich Elternarmut. Anstatt dass Eltern mit wenig materiellen Mitteln gesellschaftliche Unterstützung erhalten, wie im Artikel 6 unseres Grundgesetzes versprochen, wird ihnen kurzerhand die Erziehungskompetenz abgesprochen. Dies ist fatal. Besser wäre es, den Regelsatz der Kinder im Hartz IV-Bezug neu zu berechnen und insbesondere die Bedarfe zur Teilhabe und Bildung hier angemessen zu berücksichtigen.

Geben Sie Kindern eine Chance: zum Beispiel durch ehrenamtliches Engagement oder durch öffentliche Meinungsäußerung (z. B. bei Elternabenden oder politischen Mandatsträgern gegenüber).  durch eine zweckgebundene Geldspende, oder auch durch Weitergabe der Information, dass die Diakonische Bezirksstelle durch Teilhabegutscheine der Evangelischen Landeskirche hier unbürokratisch helfen kann. Vielen Dank!

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