Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Weil Männer und Frauen anders ticken, bietet das Müttergenesungswerk seit 2013 auch  qualitätsgeprüfte Vater-Kind-Kurmaßnahmen  mit geschlechtsspezifischen Konzepten in 16 der 76 Kliniken an.

Wenn ein Vater an einer Kurmaßnahme im Müttergenesungswerk teilnimmt, gibt es zwei Optionen: die reine Vater-Kind-Maßnahme, in der sich ausschließlich Väter und ihre Kinder in der Kurmaßnahme befinden oder die parallele Vater-Kind-Maßnahme. Dabei sind in der Klinik zeitgleich Mütter mit ihren Kindern in einer Kurmaßnahme. Es nehmen aber immer mindestens fünf Väter mit ihren Kindern teil. Alle Therapieangebote werden geschlechtsspezifisch durchgeführt und sind an der gesundheitlichen und persönlichen Lebenssituation orientiert.

Mütter und Väter leiden laut Müttergenesungswerk ähnlich unter überhöhten Rollenerwartungen und ständigem Zeitdruck – doch sie werden anders krank. Der Bedarf für väterspezifische Kurmaßnahmen steigt auffällig.

Die Jahresauswertung des Müttergenesungswerks zeig deutlich, dass Männer besonders unter der beruflichen Belastung und dem Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie leiden – mit gesundheitlichen Folgen.

„Wir sehen unterschiedliche Lebensbedingungen und Rollenbilder in der Gesellschaft. Da liegt es auf der Hand, dass geschlechtsspezifische Kurmaßnahmen besser auf die Genesung einwirken können“, so Anne Schilling, Bundesgeschäftsführerin des Müttergenesungswerkes.

Weitere Informationen bei der Diakonischen Bezirksstelle Weinsberg.

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