angieconscious  / pixelio.de

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„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.“ Die Jahreslosung ist das Motto der Fastenaktion der Diakonischen Bezirksstelle Weinsberg.

Wenn wir einander annehmen wollen, dann ist es als Erstes nötig, dass wir uns selbst annehmen. Denn wer mit sich selbst unzufrieden ist, der benimmt sich häufig auch unleidlich seinem Nächsten gegenüber.

Selbstannahme ist aber gar nicht so einfach. Manche Menschen glauben, sie müssten perfekt sein, um von anderen geliebt zu werden oder um wertvoll zu sein. Und da kein Mensch perfekt ist, geraten sie unter Stress. Wer aber gestresst ist, der ist auch häufig seinem Nächsten gegenüber ungeduldig und fordernd. Darum ist es wichtig, sich selbst als unvollkommenen Menschen annehmen und lieben zu können. Nur so kann das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ sinnvoll gelebt werden.

Häufig haben wir bereits von frühester Kindheit an beigebracht bekommen, dass wir doch perfekt sein müssen. Darum ist es oft schwierig, hier umzudenken. Weil christliche Selbstannahme kein oberflächliches „Schwamm drüber“ ist, muss sie regelrecht eingeübt werden:

Zum Beispiel so: Wenn ich Fehler gemacht habe, gestehe ich es mir zu, dass ich Fehler machen darf – auch wenn ich keine Fehler machen will. Ich werde mir darüber bewusst, dass ich zwar mein Verhalten verbessern/verändern möchte, aber ich verliere weder vor Gott noch vor mir selbst an Würde und Ansehen, nur weil ich nicht perfekt bin. Dies darf ich mir immer wieder selbst sagen. So wie es uns im Abendmahl auch zugesprochen wird.

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