Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn und er schuf ihn als Mann und als Frau (1. Mose 1,27).

Was macht die Würde des Menschen aus? Dass er arbeitet? Dass er etwas besitzt? Dass er Begabungen vorweisen kann? Oder die Sprache? Die Wirtschaft ist sich einig: Wenn einer viel Geld verdient, ist dies wohl auch ein Zeichen, dass dieser Mensch viel wert sei.

Bei Gott ist das anders: Er schuf den Menschen zu seinem Bilde heißt es in der Bibel. Dies verleiht jedermann und jederfrau eine unverlierbare Würde. Egal wie begabt oder unbegabt ein Mensch ist, egal ob arbeitslos, behindert oder alt. Jeder Mensch spiegelt Gottes Ebenbild wider. Diese Sichtweise der Bibel sollte uns beim Umgang mit anderen Menschen immer wieder bewusst sein.

Ich denke da an eine lern- und seelisch behinderte Frau, die ich seit Jahren begleiten darf. Sie benötigt viel Zeit, wenn man mit ihr spricht. Sie wiederholt alle ihre Geschichten unendlich oft. Sie lebt von Sozialhilfe. Und doch bin ich mir sicher, dass es richtig ist, wenn ich ihr mit Achtung und Wertschätzung begegne. Einfach, weil sie ein Mensch ist, wie wir allw.

Ich wünsche allen Menschen, dass der Karfreitag zum Segen wird und grüße mit dem urchristlichen Ostergruß: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

Ursula Richter

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