– Koffergeschichten –

Am vergangenen Sonntag, den 14. Oktober, fand das zweite Fest der Kulturen in Weinsberg statt. Dieses Fest wurde im Miteinander vieler verschiedener Gruppen und Institutionen getragen.
Ein Programmpunkt dieses Festes waren die „Koffergeschichten“ aus fünf verschiedenen Ländern: Rumänien, Vietnam, Kroatien, Türkei und Russland/Kasachstan.
Bei diesen Geschichten wurde sehr deutlich, dass niemand einfach so seine Heimat verlässt. Die Gründe sind beim persönlichen Wahrnehmen des/der Migranten/in gut nachvollziehbar. Die Koffergeschichten stießen auf großes Interesse bei den Festbesuchern, denn sie konnten hierbei Menschen aus anderen Kulturkreisen und Nationen kennenlernen. Gespannt hörten sie zu und fragten nach. Auf diese Weise wurde deutlich, wie es dazu kam, dass diese fünf Menschen ihre Heimat verließen, was sie zurückließen und was sie in Deutschland zu schätzen wissen. Es wurde aber auch deutlich, was MigratInnen Probleme bereitet, hier in Deutschland eine neue Heimat zu finden.
Diese Koffergeschichten haben viel dazu beitragen können, dass Begegnungen zwischen Einheimischen und Zugewanderten stattfinden konnten und dass gegenseitiges Verständnis und Respekt gewachsen sind.
Ganz herzlichen Dank an die vier mutigen Frauen aus Rumänien, Vietnam, der Türkei und Kasachstan und natürlich auch an Josip Juratovic, der in Kroatien geboren ist und als Jugendlicher mit 15 Jahren nach Deutschland (Gundelsheim) kam. In seiner Erzählung wurde deutlich, wie viel ihm an Gerechtigkeit gelegen ist, dass er sich in seinen Entscheidungen in Verantwortung vor Gott und den Menschen weiß – und (last not least) wie wichtig es in der neuen Heimat ist, dass es andere Menschen gibt, die auf einen zugehen, die einen dazugehören lassen, die ihre Freundschaft anbieten.

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