Berlin, 15. Februar 2011. Das Müttergenesungswerk (MGW) bekräftigt den jüngsten Vorschlag des Bundesgesundheitsministers, dass es für pflegende Familienmitglieder stationäre  Maßnahmen zur medizinischen Vorsorge- und Rehabilitation nach dem Vorbild der Mutter-Kind-Maßnahmen geben muss. Mit den Schwerpunktmaßnahmen für Mütter, die Angehörige pflegen, bietet das Müttergenesungswerk  hochqualifizierte medizinischen Maßnahmen nach § 24 oder § 41 SGB V seit langem an.

„Die funktionale Ausweitung des Mütterbegriffs, könnte allen Frauen sofort die Inanspruchnahme des bestehenden Angebotes des MGW ermöglichen. Jemand, der Angehörige pflegt, hat ähnliche Anforderungen zu erfüllen wie eine Mutter: Der 24-Stunden-Alltag, die Erfüllung körperlicher wie seelischer Bedürfnisse der Pflegebedürftigen“, berichtet Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes heute in Berlin.

Die IfeS Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte bereits 2007 festgestellt, dass 80% der Pflegeleistung zu Hause von Frauen erbracht wird. ¾ von ihnen leiden an mindestens einer Krankheit und brauchen spezialisierte Hilfe.

In vier anerkannten Mütterkliniken und mehreren vom MGW anerkannten Mutter-Kind-Kliniken werden diese Spezialmaßnahmen heute schon angeboten und können unterschiedlichsten Anforderungen – ob allein oder mit den zu pflegenden Angehörigen – gerecht werden. Die Schwerpunktmaßnahmen arbeiten spezifisch und ganzheitlich der körperlichen und seelischen Belastung der pflegenden Frauen entgegen. Medizinische, physiotherapeutische Angebote sind genauso wichtig wie die psychosoziale Therapie mit indikations- und themenzentrierten Gruppen- und Einzelgesprächen sowie Körper- und Entspannungsübungen. Ziel soll es sein, dass die Frauen ihren eigenen Bedürfnissen und den alltäglichen Erfordernissen wieder gerecht werden können ohne selbst zu erkranken. Dabei steht Empowerment, Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe ganz oben.

Umfassende Hilfe bei der Beantragung der Kurmaßnahmen, bei der Klärung der Betreuungssituation erhalten die Frauen bei den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände im Verbund des Müttergenesungswerkes. „Nutzen Sie das Know How der BeraterInnen für die Vorbereitung der Kurmaßnahme aber auch für die Nachsorge“, empfiehlt Anne Schilling.

Weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen unter: www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030 330029-29

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