„Ich hätte so gerne Musik gemacht“, gestand der scheidende Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle Weinsberg in der Johanneskirche. Es hatte nicht sollen sein, deshalb konzentrierte sich Gold ganz auf das Hören. Und zum Abschied seiner beruflichen Tätigkeit wünschte er sich weniger lange Reden, sondern barocke Trompetenmusik.

Rozmurat Arnakulyev an der Trompete und Kirchenmusikdirektor Gerhard Frisch an der Orgel setzten seinen Wunsch um. Auf Grußworte wollten seine Begleiter dennoch nicht verzichten. Dekan Otto Friedrich behält den 65-Jährigen als „Goldstück“ in der diakonischen Arbeit und in Person in Erinnerung. „Als Helfender für einzelne Not leidende Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, Begleiter in Krisen und Krankheiten, oft bis zum Tod, professionell, leidenschaftlich engagiert und zugleich verlässlich.“

Bürgermeister Stefan Thoma hob die „hervorragende Zusammenarbeit“ hervor. In der Bezirksstelle, in der Hospizarbeit und im ökumenischen Arbeitskreis Übergangswohnheim. Gisela Eisert sprach für den diakonischen Bezirksausschuss ihren Dank aus, Marianne Hagenbach aus Neuenstadt für die Geschäftsführer-Kollegen. „Er konnte auch unbequeme Fragen stellen und war Neuem immer aufgeschlossen“, sagte sie.

Wertschätzende Grußworte fanden ebenfalls Markus Kleine für den Hospizdienst Weinsberger Tal, Benno Berberich für die Arbeitsgemeinschaft Miteinander-Füreinander. Seine direkte Mitarbeiterin Irmgard Lenz bewunderte seine „unendliche Geduld und Nervenstärke“.

Hans Haas von Diakonischen Werk Württemberg überreichte Horst Gold dann das Kronenkreuz der Diakonie. Es war Dank für allen Einsatz in der Diakonie der Kirche. 2006 feierte er das 40-jährige Diakonenjubiläum.

Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte Gold seine Ausbildung zum Diakon der Karlshöhe in Ludwigsburg und zum Diplom-Sozialarbeiter. Er war Bezirksfürsorger in der Diakonischen Bezirksstelle Nagold und Heimreferent bei der Samariterstiftung in Nürtingen. 1986 trat er die Funktion als Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle Weinsberg an. Die letzten Worte hatte der Scheidende selbst: „Dankbarkeit ist ein wichtiger Grundton meines Lebens geworden“.

Entnommen der Heilbronner Stimme vom 23.4.2007

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