Der erste Arbeitstag von Ursula Richter als neue Geschäftsführerin der Diakonischen Bezirksstelle Weinsberg war ihre offiziellen Einführung im Gottesdienst in der evangelischen Johanneskirche am Palmsonntag. Ursula Richter folgt Horst Gold, der 21 Jahre lang das Amt inne hatte und zum 1. April in Pension ging.

„Ich möchte das Weitergeben, was das Christsein für mich bedeutet“, sagte die 44-Jährige bei der Vorstellung. Sie sehe in der Diakonie eine Arbeit, in der Gottes Menschenliebe erfahrbar werde. Deshalb habe sie sich für das neue Tätigkeitsfeld beworben. Die Nächstenliebe sei für sie das Zentrum des christlichen Glaubens.

Ursula Richter ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von zwölf und 15 Jahren. Die studierte Sozialpädagogin begann ihre berufliche Tätigkeit 1985 auf der Karlshöhe Ludwigsburg in der Wohngruppe für Kinder und Jugendliche. Sie war danach Gruppenleiterin in der Kinderheimat Kleingartach, wo sie das Projekt Jugendwohngemeinschaft aufbaute.

1990/1991 betreute sie als Sozialpädagogin die Leserspenden-Aktion „Menschen in Not“ der Heilbronner Stimme. Fünf Jahre lang führte sie die Dienststelle des Diakonischen Werkes des Kirchenbezirkes Eppingen/Bad Rappenau und war in der Kirchlichen Sozialen Arbeit (KASA) in der Konzept- und Leitbildentwicklung tätig. Von 1999 bis 2005 war Ursula Richter Schulsozialarbeiterin in Teilzeit in der Grundschule in Bad Friedrichshall-Kochendorf. Ihre letzte berufliche Station führte sie zur Evangelischen Bahnhofsmission Württemberg. In Teilzeit führte sie die Dienst- und Fachaufsicht für Mitarbeiterinnen der sechs Evangelischen Bahnhofsmissionen in Württemberg.

Neben ihren beruflichen Aufgaben war die Sozialpädagogin Dozentin in verschiedenen Einrichtungen im Bereich Sozialwesen, Jugendhilfe- und Sozialrecht. Seit 1989 arbeitet sie ehrenamtlich in der Kinderkirche in Weinsberg mit. Sie ist außerdem Kreisrätin und im Kreistag Mitglied im Sozialausschuss und Mitglied der Behindertenhilfeplanungsgruppe.

Dekan Otto Friedrich sagte: „Diakonie steht nicht neben der Kirche, sondern mittendrin.“ Den Diakonischen Dienst sehe er als Auftrag in den Kirchengemeinden. Sie wolle die Gemeinden hierbei unterstützten und Impulse einbringen, sagte die neue Geschäftsführerin. Friedrich Betz, Geschäftsführer der Kreisdiakonie, meinte: „Die Diakonie in Weinsberg braucht Kontinuität, es gibt viel zu tun“. Er wünschte Ursula Richter, dass sie die gute Arbeit fortsetze, die hier gemacht worden sei.

Entnommen der Heilbronner Stimme vom 3.4.2007

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